Bartko/Fulst nach härtestem Tag vorn
Velodrom: Drei Teams fahren um den Gesamtsieg
Der härteste Tag des 94. Berliner Sechstagerennens aus Fahrersicht endete vor ausverkauftem Haus mit einem Sieg der "Fliegenden Holländer" Slippens/Stam in der großen Jagd und der Führung der Lokalmatadoren Robert Bartko/Guido Fulst (232 Punkte) in der Gesamtwertung vor den Schweizern Bruno Risi/Kurt Betschart (210). Slippens/Stam (201) sind Dritte.
Härtester Tag, weil die Pause zwischen dem letzten Rennen der Samstagnacht (etwa 3.30 Uhr) zum ersten am traditionellen Familiensonntag (12.30 Uhr) extrem kurz ist. "Der Sonntag ist nicht mein Lieblingstag. Für uns ältere Fahrer ist das ziemlich anstrengend", gibt Bruno Risi unumwunden zu. Für den 36jährigen war es daher wichtig "vorn dran" geblieben zu sein.
Das sah auch Guido Fulst so: "Es ist gut gelaufen heute. Nachdem Robert und ich unseren Rundenrückstand aufgeholt hatten, haben wir versucht, das Ergebnis zu halten. Ich bin froh, daß ich nach meiner Verletzung immer besser in Schwung komme. Es rollt von Tag zu Tag besser."
Somit dürfte der Gesamtsieg im Velodrom an der Landsberger Allee zwischen den drei Top-Mannschaften ausgefahren werden. denn die im Vorfeld als Mit-Favoriten genannten Andreas Kappes/Andreas Beikirch (Köln/Titz) rangieren mit bereits zwei Runden Rückstand (152 Punkte) auf Platz vier.
Die italienisch-schweizerische Kombination Marco Villa/Franco Marvulli sicherte sich gestern die Kleine Jagd, hat bei drei Verlustrunden und 159 Punkten aber auch allenfalls theoretische Siegchancen.
Noch wesentlich enger geht es bei den Stehern zu. Der Berliner Carsten Podlesch, seit 1997 stets der Gesamtsieger hinter den Motorrädern, muß nach vier Rennen mit dem dritten Platz zufrieden sein. Zwar ist der amtierende Europameister punktgleich mit Jan Richter aus Burg und dem Schweizer Peter Jörg (alle zehn Zähler), doch der 35jährige hat bisher noch kein Rennen gewonnen.
Bei den Sprintern zeichnet sich ein Zweikampf der beiden 1000-m-Spezialisten Sören Lausberg und Stefan Nimke ab. Der Berliner Lausberg kann sich bei einem Punktstand von 44:43 gegenüber Nimke (Grabow) absolut noch nicht sicher sein.







