Auf Platz 1 der Empfehlungsliste der ZEIT-Redaktion
Auf PLATZ 2 der SWR-Bestenliste November Ausgewählt als Buch des Monats November von Literaturen: ?Ein kleines Wunderwerk deutsch-jüdischer Erinnerungskultur und ein phantastischer Roman.?
?Irina Liebmanns jüngster und bester Roman ... Die große diagnostische Kraft des neuen Romans von Irina Liebmann ist das Erzählen in starken allegorischen Bildern, im Ton einer zeitgemäßen Alters-Elegie.? Iris Radisch, DIE ZEIT ?Das Buch einer Generation im Stillstand, was ich in einer Parallele sehen würde zu dem wichtigen Buch von Christa Wolf, Nachdenken über Christa T., ein sehr eindrückliches Buch.? Iris Radisch, 3sat Kulturzeit ?Es gibt eine Magie der Sprache, die den Leser oder Zuhörer mitschwingen lässt im Rhythmus des Erzählens und ein Verständnis begründet, das der Verstand hinterher nur noch bestätigen kann. Irina Liebmann ist eine solche Sprachmagierin.? Frankfurter Allgemeine Zeitung ?Irina Liebmann hat ein schönes Buch geschrieben, in dem am Ende kein Sinn gestiftet wird und vieles offen bleibt. Bei Novalis heißt es. ?Wohin gehen wir? Immer nach Hause.? Vielleicht ist in diesem Satz etwas davon enthalten, was die so unübersichtlich erscheinende Wanderung der Elisabeth Schlosser im Inneren bewegt und lenkt." Süddeutsche Zeitung ?Irina Liebmann kultiviert in ihrem Roman die Kunst des Ungefähren, der Verrätselung, was in ihrer poetisch-musikalischen Sprache oft einen aparten Reiz hat und eine sehr eigene Atmosphäre des Erzählens schafft.? Frankfurter Rundschau ?Es ist eine Geschichte, die sich liest wie ein Traum, von einer poetischen musikalischen Sprache, durchwebt von trockenem Humor.? Saarbrücker Zeitung Elisabeth Schlosser hat einen erwachsenen Sohn, der nicht mehr mit ihr spricht. Er arbeitet nicht und isst auch nicht mehr, vielleicht ist er krank, sie weiß es nicht, und sie weiß nicht, wie sie ihm helfen kann. Immerhin äußert er eines Tages, dass er sie für die Falsche hält. Seine Mutter versucht herauszufinden, was damit gemeint sein könnte, denn sie zweifelt schon lange an sich selbst. Entschlossen unterzieht sie sich einer Hypnose, und was sie dort erfährt, führt sie in ein geheimnisvolles Café im polnischen Katowice, das einmal Kattowitz hieß. Dort angekommen, erfährt Elisabeth Schlosser Dinge, die ihr bisher verborgen geblieben waren. Zurück in Berlin, wird ihr auf einmal das eigene Stammcafé unheimlich, und sie weiß nicht, wohin mit sich selber. Jeder, dem sie von ihrem Unglück erzählt, rät ihr, das alles zu vergessen. Loslassen ist das Modewort dieser Tage, aber dieses Wort ist Elisabeth Schlosser zutiefst suspekt. Im Gegenteil ? wo alles auseinander rutscht, da will sie festhalten, und das tut sie auch, denn sie will ihren Sohn retten. Es ist eine Geschichte unserer eigenen Zeit, die Irina Liebmann hier erzählt. Einer Zeit, in der so viele Grenzen überschritten wurden und so viel Unvorstellbares geschehen ist, dass man sie in unheimlich-fantastischer Prosa erzählen kann. Und so stellt sich dieses Buch in die Tradition der romantischen deutschen Erzählung, wie sie von E. T. A. Hoffmann bis Gustav Meyrink die Leser faszinierte, eine Tradition, die die Grenzen von Märchen und Novelle streift. Irina Liebmanns lange erwarteter Roman steht in der Tradition der deutschen fantastischen Erzählung. In einem beinahe altmodischen, weit gespannten Erzählton erfahren wir die Geschichte von Elisabeth Schlosser, die sich auf den Weg macht, ihren erwachsenen Sohn zu retten, und dabei in eine Welt der Gespenster gleitet. Eine wunderbare literarische Erkundung über die Grenzen der weiblichen Freiheit. |